Phaeo

Unser Steckenpferd „die Phaeos“

In letzter Zeit wurde schon viel über den Farbschlag „Phaeo“ geschrieben.
Sie haben schon viel gelesen, aber diese dennoch nie im Original gesehen??
Dann lesen Sie folgenden Bericht und bei Interesse kommen Sie einfach bei uns, der Familie Hintermayer, in Kraichtal vorbei!!

bild-1-spreewald-elke-alexElke und Alex Hintermayer

Dieser Bericht basiert auf unseren eigenen jahrelangen Erfahrungen mit der Zucht und Haltung von Phaeokanarien und ist daher nicht wissenschaftlich geschrieben.

Schon seit unserer ersten Begegnung im Jahre 1994 mit diesen außergewöhnlichen, für uns aber wunderschönen Vögeln, war unsere Begeisterung sehr groß und dieses hat sich auch in den ganzen darauf folgenden Jahren bis heute nicht geändert.

Angefangen hat die Zucht im Jahre 1995 mit 5 Weibchen und 3 Hähnen. Von den geschlüpften Vögeln waren ca. 75 % Braunvögel und 25 % Phaeos, insgesamt 18 Vögel, die aber qualitativ so gut waren, dass wir gleich im ersten Jahr ausstellen und mit den Braunvögeln unseren ersten Deutschen Meistertitel erzielen konnten. Zu dieser Zeit war es noch möglich Spaltvögel auszustellen. Zwischenzeitlich züchten wir mit 15 Phaeo- und Spalthennen teils in Paar- oder Wechselhecke. So schlüpfen 2/3 Phaeos und 1/3 Spaltvögel. Wir möchten keine Masse züchten, sondern Qualität.  Spezialisiert haben wir uns auf Phaeos der Gelbreihe, aber auch Phaeos in weiss, wobei wir auch noch Farbenkanarien in Braun gelb mosaik, Braun gelb und Braun weiß und Braun Opal gelb mosaik, züchten. Bei der Deutschen Meisterschaft im Januar 2016 hatten wir uns außerdem noch ein Paar Gloster angeschafft, um festzustellen, ob es Unterschiede beim Verhalten Farbenkanarien und Positurkanarien bei der Zucht gibt. Im Zuchtjahr 2017 setzten wir außerdem zwei Paare Haubenkanarien in Phaeo sowie im Zuchtjahr 2018 ein Paar Nordholländer und ein Paar Mognos ein.

Erfahrungen sammeln konnten wir auch mit Farbenkanarien in den Farben Gelb, Weiß sowie Braun opal, Topas u. Achat.

Zur Belebung unserer Vereinsausstellung züchteten wir jahrelang noch Binsenastrilde, Dreifarbige Papageiamadinen, Mosambiquegirlitze und Erlenzeisige sowie Pfirsichköpfchen.

Hier einige Beispiele von Vögeln, welche wir zu unserer diesjährigen Zucht einsetzen:

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AZ-Bundeschau Bundessieger 2017                           

 

Seit der Zuchtsaison 2017 sind auch die Deutschen Hauben in unseren Stall eingezogen. Abbildung zeigt einen Ausstellungsvogel, der bei der Deutschen Meisterschaft den zweiten Platz belegte!

Zuchtraum

Unser Zuchtraum ist mit etwa 15 m² nicht sonderlich groß, dennoch zweckmäßig. trotz allem sind immer mal wieder Veränderungen notwendig. 2017 wurden die alten Graf-Boxen abgeschafft und gegen neue größere ausgetauscht. Nun ist der Zuchtraum mit Graf-Boxen (120 x 40 x 40 cm) für insgesamt 32 Paare. Des Weiteren befindet sich nun im hinteren Teil des Raumes keine Voliere mehr, sondern drei Absetzkäfige, und an die Wand noch kleine Pappkäfige, wie man sie auch in Ausstellungen benutzt. Hier werden zu Beginn der Zucht die Hähne gesetzt, bis diese Stück für Stück zu den Weibchen gesetzt werden. Wir nutzen diese später auch, um die Vögel auf die Ausstellungen vorzubereiten.

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Ein Radiator sorgt für die nötige Wärme während der Zuchtperiode. Ein Ionisator an der Decke zieht zudem Staubpartikel aus der Luft. Ein Luftentfeuchter steuert die Luftfeuchtigkeit im Raum und sorgt dadurch für eine bessere Luftqualität. Um die Schubladen der Boxen schneller und besser reinigen zu können, werden diese mit Zeitungspapier ausgelegt. Ebenso handhaben wir es bei den Volieren. Als Streubelag benutzen wir Schelpensand. Gritt wird natürlich das ganze Jahr über zur freien Aufnahme angeboten.

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Außenansicht                         Innenansicht

Zuchtvorbereitung

Die eigentliche Zuchtvorbereitung beginnt bei uns schon im September. Die Vögel sind zum größten Teil durch die Mauser und nach der Auslese der vorgesehenen Ausstellungsvögel, werden die Zuchtpaare schon in Gedanken verpaart. Faktoren bei der Wahl der Zuchtvögel sind zum Beispiel: Gefieder, Melanin. Sehr großen Wert legen wir vor allem auf den Typ des Vogels. Wir setzen nicht nur Jungvögel zur Zucht ein, unsere Zuchttiere sind mitunter bis zu vier Jahre alt. Ältere Vögel zeigen zumeist sehr gute „Elterneigenschaften“. Das heißt sie bauen mitunter mit dem Weibchen das Nest und helfen auch bei der Aufzucht, was ein sehr wichtiger Faktor ist. Für Vögel, welche nicht mehr eingesetzt werden, haben wir eigens eine Voliere (Altersheim). Aber je nach Veranlagung reaktivieren wir natürlich noch den einen oder anderen Altvogel auch im höheren Alter. Sehr charakteristisch für den Phaeo ist die Phaeozeichnung (Schuppung). Diese sollte an der Schnabelwurzel beginnen sich über Kopf, Rücken sowie unterhalb der Flügel fortsetzen. Das Melanin sollte sich über den ganzen Vogel ziehen. Vor allem bei den Weibchen ist dies sehr gut erkennbar. Gegenüber anderen Farbschlägen kann man bei den Phaeos die Hähne und Weibchen sehr genau unterscheiden. Die Hähne zeigen eine Maske, die allerdings so klein wie möglich sein sollte, sind aber im Gesamtgefieder brauner. Typisch ist die rote Augenfarbe. Schnabel, Beine, Krallen sind fleischfarben.

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Federstruktur

Gut sichtbare braune Federsäumung, welche Voraussetzung für die Schuppenbildung ist. Klar erkennbare Schuppung vom Kopf bis Rücken

Zucht

Anfang Januar werden die für die Zucht bestimmten Hähne, von ihrem Winterquartier in den nur leicht beheizten Zuchtraum in die Voliere, welche auch den notwendigen Freiflug zulässt, umgesetzt.

Eine Voliere unseres „Winterquartiers“ 2016 von Holz auf Alu umgestellt!

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Von Woche zu Woche werden stetig Temperatur, sowie Dauer des Lichtes erhöht. Nach 14 Tagen setzen wir die Hähne einzeln in die jeweiligen Zuchtboxen. Vier Wochen später dürfen dann auch die Weibchen in den Zuchtraum. Im Laufe der Zeit kommen diese in Brutstimmung. Um zu vermeiden, dass sie aufeinander losgehen und Revierkämpfe austragen, wählen wir diese Form der Unterbringung. Es dauert nochmals drei bis vier Wochen, bis wir die für einander bestimmten Weibchen und Hähne zusammensetzen. Die Temperatur liegt nun im Zuchtraum bei ca. 20°C – 22°C, das Licht brennt von ca. 06.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei ca. 50 – 60 %.

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Zwei verschiedene Nester mit ca. 2 Tage alten Jungvögeln

Nahrung

Bekommen die Vögel während der Ruhephase ganz gewöhnliches Körnerfutter ohne Rüb-sen, stellen wir die Nahrung in der Zeit vor der Zucht um. Die Vögel erhalten nun zum Körnerfutter leicht gekeimtes Keimfutter und Trockeneifutter. Auf eine Zugabe von Farbfutter oder Seealgen verzichten wir zwischenzeitlich. In geringen Mengen verabreichen wir einmal in der Woche Vogelmiere oder Petersilie, aber auch Rosenkohl wird gerne angenommen. Diese Pflanzen haben einen hohen Vitamin C-Gehalt und sind reich an Mineralstoffen. Vor allem in der Mauser geben wir das eine oder andere Gurkenstück zum Futter, da diese die notwendigen Salze enthalten, die zum Federaufbau benötigt werden. Ein Multivitaminprodukt wird das ganze Jahr über einmal in der Woche über das Wasser verabreicht.

Keimfutter

Wir benutzen hierzu Negersaat. Damit das Keimfutter durch die jetzt doch hohe Raumtemperatur nicht verdirbt, gehen wir folgendermaßen vor: Benötigte Tagesmenge kommt in einen Behälter, wird ca. 3 – 4 Stunden in zu Beginn lauwarmen Wasser eingeweicht, danach in einem Sieb gut und kräftig mit warmen Wasser abbrausen. Das Sieb hängen wir in eine Schüssel, decken das Ganze mit einer Plastiktüte ab und lassen dies über der warmen Heizung quellen. Nach ca. 24 Stunden können wir das Keimfutter verfüttern. Die Keimlinge sind dann ca. zwei Millimeter lang. Wir mischen das Keimfutter unter das trockene Aufzuchtfutter. Zu beachten wäre, dass das Keimfutter nicht zu feucht verfüttert wird.

Verhalten

An dem Verhalten der einzelnen Vögel merkt man, ob diese zuchtbereit sind. Ein typisches Zeichen ist unter anderem, wenn die Weibchen anfangen, Papier zu zerreißen, dieses in Ecken oder ins Futternäpfchen tragen oder wenn die Hähne sich aufplustern und den ganzen Tag in den höchsten Tönen singen, dann ist der Zeitpunkt der Paarzusammenstellung gekommen. Aufgrund Platzproblemen gehen wir vor: Die Hähne setzen wir nun in Ausstellungskäfige, die Hennen in die bereits mit Nestern vorbereitenden Zuchtboxen. Scharpie legen wir auf den Boden. Sobald die Henne mit dem Nestbau beginnt wird der Hahn dazu gesetzt. Hähne, die zur Wechselhecke bestimmt sind, werden nach dem Befliegen der Hennen wieder in die Ausstellungskäfige gesetzt, dass sie sich nicht an die einzelnen Hennen gewöhnen.

Natürlich kommt anfänglich eine gewisse Disharmonie unter den Vögeln vor. Dann werden die Vögel nochmals einige Tage getrennt. Sobald das erste Ei gelegt ist, tauschen wir dieses dann gleich gegen ein Plastikei aus. Hiermit wird gewährleistet, dass das Gelege gleichzeitig schlüpft. Nach dem Legen des vierten Eies entfernen wir die unterlegten Plastikeier und ersetzen diese wieder durch die richtigen Eier. Nach dem vierten Tag, kann man bei Benutzung einer Schierleuchte erkennen, ob die Eier befruchtet sind (Merkmal: roter Punkt = Blutgefäße). Das Weibchen bebrüht diese ca. 13 Tage und dann sollten die Jungvögel schlüpfen. Sind die Vögel geschlüpft, kann man am ersten Tag schon im Nest erkennen, was ein Phaeo- oder ein Spaltvogel wird. Die Haut des Phaeos ist viel heller, außerdem hat dieser auch rote Augen. Diese sind zwar noch geschlossen, aber durch die Augenlider kann man diese schon erkennen. Einmal am Tag führen wir eine Nestkontrolle durch. Nach ca. vier Wochen sind die Jungvögel selbständig und werden von den Eltern abgesetzt und in einen größeren ca. 1,60 m x 40 cm x 40 cm Käfig untergebracht, wo wir sie noch ca. zwei Wochen beobachten, bevor wir diese dann in unsere großen Volieren fliegen lassen. Zu den abgesetzten Jungvögeln setzen wir einen in die Jahre gekommenen Vogel. Durch dessen Verhalten können die Jungvögel abschauen, wo sie Wasser und Futter finden.

Hier verbringen sie dann bis Beendigung der Mauser ihre Jugendzeit.

Pro Henne lassen wir nicht mehr als zwei Bruten zu, das schont erstens den Vogel und meistens sind dann eine ordentliche Anzahl von Vögeln beringt und für mehr reicht unser Platz nicht aus. Bisher hat es in all den Jahren immer ausgereicht, schöne Ausstellungs-vögel auszuwählen.

Verpaarung

Primär verpaaren wir Phaeo x Spaltvogel. Sekundär Phaeo x Phaeo. Theoretisch fallen bei der ersten Verpaarung 50 % Phaeo und 50 % Spaltervögel, bei der anderen 100 % Phaeo. Es kommt immer mal wieder vor, dass besonders bei jüngeren Elterntieren, die Phaeos im Nest nicht gut gefüttert werden, was wir auf die roten Augen der Jungvögel zurückführen. Da wir zeitgleich immer andere Nester mit frisch geschlüpften Jungvögel haben, setzen wir in das eine Nest die Braunvögel und in das andere die Phaeos. Seit drei Jahren haben wir eine „Versuchsreihe“ mit Poly laufen, jetzt im vierten Jahr werden wir sehen, ob und wie sich die Polyeigenschaft bei einem Phaeo zeigt.

Mit den Jahren unserer Zucht haben sich die Phaeos vom Aussehen und vom Typ sehr verändert. Hier einige Beispiele

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Reinigung

Vor und nach der Zuchtzeit werden die Zuchtboxen im Hof mit einem Hochdruckreiniger sorgfältig gereinigt, die Sitzstangen desinfiziert. Außerdem schwefeln wir unseren Zuchtraum aus. Dies geschieht folgendermaßen: In einem hohen feuerfesten Eimer hängen wir die an einem Draht befestigten Schwefelschnitte und entzünden diese. Es ist anzuraten den Raum schnellstmöglich zu verlassen, da die entstehenden Dämpfe beißend für Augen und Lunge sind. Nach 24 Stunden kann man den Raum wieder betreten und sollte danach aber gut durchgelüftet werden. Wer Schwefel nicht kennt: Dies ist ein Mittel, welches vor allem im Weinbau zum Reinigen und Konservieren von leeren Weinfässern benutzt wird. Früher wurden Schwefelschnitten auch zum indirekten Schwefeln von Wein verwendet, indem man danach ohne Reinigung das Fass mit Wein befüllte. Als Trägermaterial wird zumeist Baumwoll-Mineralfaserpapier verwendet, das mit geschmolzenem Schwefel durchtränkt wird. Die Form ist rechteckig ca. 22 x 3 cm lang, mit einem vorgestanzten Loch zum Aufhängen. Es gibt allerdings auch Schwefelringe. Die Schwefelschnitte enthalten in der Regel zwischen drei bis 6 Gramm Schwefel, durch das Abbrennen entsteht rund doppelt so viel Schwefeldioxid. Das entstehende Schwefeldioxid tötet Bakterien und Pilze und eventuell vorhandenes Ungeziefer. Selbstverständlich gehört für uns die wöchentliche Reinigung der einzelnen Käfige zum A und O der Vogelzucht. Hier reicht warmes Wasser, haushaltsübliches Spülmittel, Schwamm und Trockenlappen völlig aus. Die Schubladen sind mit Zeitungspapier ausgelegt, worauf dann Sand gestreut wird, so sind diese sehr leicht zu reinigen.

Trinkgefäße werden täglich gereinigt. Futternäpfe wöchentlich. Während der Zuchtzeit beschränken wir uns auf einmalige Reinigung der Schubladen in der Woche, um die Zuchtpaare nicht zu stören. Wir haben nichts davon, wenn die Zuchtboxen pikobello sauber sind und die Jungvögel fehlen, weil sich die Eltern gestört fühlen.

Ausstellungen

Unsere Vögel werden für Ausstellungen sehr akribisch vorbereitet. Aus den Volieren werden diese zuerst in unsere Zuchtboxen gesetzt. Von Zeit zu Zeit setzen wir die Ausstellungsvögel immer wieder in die Ausstellungskäfige. Anfangs nur kurz (fünf bis zehn Minuten), dann immer länger (bis zu einem Tag). Natürlich darf in dieser Vorbereitungszeit ein Radiogerät nicht fehlen. Die Vögel hören dadurch unterschiedliche Stimmen, Höhen und Tiefen. In einer Ausstellung werden die Vögel von den Regalen zu den Bewertungstischen getragen, dort hin und her bewegt, daher simulieren wir dieses, in dem wir die Vögel mit dem Käfig durch den Zuchtraum tragen, diese mal auf den Tisch stellen oder auch mal auf den Boden. Wir gehen dabei nicht zimperlich um. Als besonderes Schautraining sehen wir auch den Besuch von Kindern des örtlichen Kindergartens, die unsere Vögel des Öfteren besuchen, um den Wachstum der Vögel zu beobachten. Durch das laute Geschnatter, das Umherlaufen der Kinder, das in den Käfigschauen werden die Vögel an die Unruhe einer Ausstellung gewöhnt.

Ausstellungsvorbereitungen, Schautraining

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                                                                Mein kleiner Freund

Üblicherweise sind unsere Vögel auf folgenden Ausstellungen zu sehen: Internationale Farbenkanarienschauen in Leuven und Philippsburg, AZ-Bundesschau Kassel, Badischer Kanarienzüchterverband sowie Deutsche Meisterschaften und COM-Weltschauen.

Vogelabgabe

Wir geben unsere Vögel grundsätzlich erst nach vollständiger Beendigung der Mauser ab Mitte Oktober ab. Bisher erfreuen sich Züchter aus folgenden Ländern an den Nachzuchten unserer Vögel: Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Kreta, Zypern, Serbien, Deutschland, Slowakei, Österreich, Irland, Großbritannien, Schweden, USA.

Resümee

Innerhalb Deutschlands gibt es zwischenzeitlich viele „Phaeoliebhaber“, die diese Vögel züchten und auch ausstellen. Auf der AZ-Bundesschau 2014 standen 34 (vergleichsweise 2009 = 31 Phaeos) und auf der Deutschen Meisterschaft 2015 in Bad Salzuflen waren 12 Kollektionen (2009 = 7 Kollektionen) sowie 15 (2009 = 15) Einzelvögel ausgestellt, was wir jetzt nicht unbedingt als Aufwärtstrend sehen, sondern eine konstante Anzahl einer ausgestellten Farbe. Eigentlich nicht schwerer zu züchten, als andere Farbenkanarienschläge, hält sich die Geduld der Züchter in Grenzen. Gerade zu Anfang einer Phaeozucht, fallen wie schon geschrieben, öfter Spaltvögel, als Phaeos. Da diese noch geteilt sind in Hahn und Henne, ist es schwierig eine gute Kollektion zusammenzustellen. Aber dieses kleine „Problem“ kennt auch jeder Mosaikzüchter. Festgestellt haben wir auch, dass bei vielen Phaeos die Fettfarbe fehlt oder auch das Melanin ziemlich verschwommen ist. Das typische Phaeomelanin verliert sich, wenn man nicht die richtigen Vögel miteinander verpaart, auch über die jahrelange Verpaarung durch Phaeo x Phaeo. Außerdem erwerben viele Vogelliebhaber von verschiedenen Phaeozüchtern Vögel, was nicht grundverkehrt ist, aber Schwierigkeiten mitbringt eine richtige Linie zu verfolgen, was auf jeden Fall nicht innerhalb eines Jahres klappt. Dennoch gibt es zwischenzeitlich etliche Züchter, welche genau wie wir, mit einigen wenigen Zuchtpaaren anfangen und wir wünschen Ihnen, dass sie ebenfalls viel Freude bei der Zucht dieser edlen Farbenkanarien aufbringen.

Auf jeden Fall möchten wir, durch diesen kleinen Erfahrungsbericht und auch durch die Fotos auf unsere Zucht beziehungsweise auf diesen sehr interessanten Farbschlag aufmerksam machen und hoffen, dass sich noch sehr viele andere Vogelliebhaber künftig an diesen Farbschlag erfreuen werden.

In diesem Bericht schreiben wir bewusst von „uns“ und „unserem“ Hobby. Aufgrund meiner früheren häufigen beruflichen Abwesenheit als Kraftfahrer und später aus gesundheitlichen Gründen, war und ist Elke ebenfalls mit meinem Hobby verbunden.

(Hi) Text, Stand 22.08.2018: Elke und Alex Hintermayer Fotos: Elke Hintermayer, Thomas Müller

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